Mittwoch, 28. Oktober 2015

Pullover oder nicht Pullover, das ist hier die Frage

Jetzt hat es mich gepackt. Das Nähfieber. Ich kann tatsächlich Pullover* nähen, die gut aussehen und passen. Motiviert von letzter Woche, suchte ich den nächstgelegenen Stoffladen auf und kaufte ein: 2 m Baumwollsweat, 30 cm Feincorn und 50 cm Bündchenstoff. Innerhalb eines Abends und dank der sehr guten Anleitung zu Mrs. Klassik war er fertig: Mein neuster Pullover*. Da ich keine Paspel in passender Farbe zuhause hatte, hab ich aus dicker Juteschnur für den Garten und Feincorn mir selbst eine gebastelt.
Der Pullover sieht etwas zerknautscht aus, weil ich ihn schon voller Stolz ausgeführt habe. ;)
 
  
*Ich erntete von der geschätzten, älteren Generation die spöttische Nachfrage, wie ich denn einen Pullover nähen könnte. Sowas wird doch gestrickt. Ja, da haben sie recht. Aber auch nach langem gemeinsamen Kopfzerbrechen fiel mir keine deutsche Begrifflichkeit ein, die das beschreibt, was ich genäht habe, wenn Pullover nicht korrekt ist. Hoodie wird auf vielen Blogs dazu gesagt aber meine Oma trug doch damals keinen Hoodie. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass es sich hier um einen Pullover handelt. Fällt Euch ein wie man sowas nennt?
Mit dieser Frage und meinem neuen Kleidungsstück mache ich auch wieder beim MMM und Afterworksewing mit. Dieses Mal sogar mit Fotos am lebenden Objekt. :)

Dienstag, 27. Oktober 2015

Wie ein Teil zum anderen

2 wunderbare Menschen haben sich vor einigen Wochen das Ja-Wort gegeben. Diesem Ereignis wollte ich mit einem besonderen Geschenk Rechnung tragen. Ich entschied mich für 2 Puzzle-Kissen mit gehäkelten roten Schleifen.  Die Idee habe ich hier her.
Ansich war das Umsetzen nicht schwer, nur die Umrandung festzunähen erwies sich als wahres Geduldspiel. Eine prima Anleitung zum Schleifenhäkeln fand ich hier. Ich habe die Minischleifen mit dicker Wolle gehäkelt. Damit waren sie dann nicht mehr ganz so mini.
Alles in allem bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. Dann steht kuschligen Stunden auf der Couch nun nichts mehr im Weg.
Mit diesem Post, mache ich beim Creadienstag mit.



Montag, 26. Oktober 2015

Ein Laib Käse und Rote Beete

Quelle: Genussexperten
Es hat ganz schön gedauert, bis es wieder soweit war und ich Glück hatte unter die Ausgewählten zu fallen. Nun hat es bei den GenussExperten geklappt.

Es dreht sich in diesem Test alles um Käse, um Jarlsberg Großlochkäse aus Norwegen. Es ist ein sehr schmackhafter Schnittkäse, der sowohl einfach so, aufs Brot aber auch zum Kochen genommen werden kann.
 Das Bild zeigt den Inhalt des Testpakes. Enthalten waren:
  • 1/4 Laib
  • Schürze
  • Käsehobel
  • Rezeptheft
  • Kühltasche
  • 2 Zeitschriften Meine Familie & ich 
Leider ist der Käse mit Kunststoff überzogen. Das finde ich nicht so lecker. hoffentlich merken das noch mehr Tester als Manko an, dass bald eine natürliche Lösung dafür gefunden wird.

Passend zur Jahreszeit haben wir gleich ein herbstliches Gericht mit dem Käse verfeinert: Überbackene Rote Beete. Dieses Rezept habe ich aus der Zeitschrift Meine gute Landküche September/Oktober 2014.
Zutaten:
  • 12 gegarte Rote Beeten (wir kaufen frische und garen die im Schnellkochtopf)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Vollkorntoast (wir nehmen Semmelbrösl)
  • 150 g Höhlenkäse (in dem Fall natürlich Jarlsberg)
  • 50 g getrocknete Tomaten in Öl
  • Thymian
  • 50 g weiche Butter
  • Salz Pfeffer
Die Beeten halbieren und dann aushöhlen. Alle Zutaten ggf. zerklinern und dann miteinander vermengen.  Das kommt dann zurück in die ausgehölten Halbkugeln und wandert mit Käse bedeckt für ca. 20 Minuten bei 200 °C in den Ofen.
Fertig sieht es dann in etwa so aus. Die Schmackhaftigkeit kommt bei dem Bild nicht so rüber. Daher probiert es einfach aus und lasst euch überraschen. Für alle, die den erdigen Geschmack fürchten, kann ich Entwarnung geben. Die sind nicht erdig sondern eher süß. Gebt den Kugeln eine Chance und lasst euch überzeugen.
Solltet ihr noch nicht restlos überzeugt sein, dann findet ihr hier noch weitere Infos rund um die kleinen runden roten Runkelrüben.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Miro für mich

Ich spare mir jeglichen Kommentar zum Wetter. Nur so viel, es inspiriert zum Drinnenbleiben. Weil ich gerade bei Inspiration bin: Meine Kollegin ist ein wahre Quelle von erfolgreichen Nähprojekten. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns gemeinsam gemütlich machen.
Nun brauchte ich nur noch ein Schnittmuster, was einfach war aber doch toll aussieht. Die Wahl fiel auf Miro. Am Ende war es eine gute Wahl.
Hier das Ergebnis auf das ich mächtig stolz bin:
Die Idee für den Wickelkragen haben wir hier gefunden. Das Prinzip ist wie beim Schalkragen mit dem Ergebnis, dass der Kragen oben gerade endet. Man kann ihn nun umklappen wie auf dem Bild oder auch aufstellen.

Fazit: Es ist ein einfacher Schnitt der durch die Variationen einfach bis raffiniert gestaltet werden kann. Mir ist der Fehler unterlaufen, dass ich zwei linke Ärmel zugeschnitten habe. Also achtet darauf, das Muster zu wenden. Mit der Overlock war der Pullover innerhalb weniger Stunden fertig.

Weil ich so stolz bin, ist das mein erster Beitrag zum MMM und zum After Work Sewing.

Update:
Nun hat es die Sinne tatsächlich geschafft die Wolken zur Seite zu schieben. Daher hier nun frische Fotos am lebenden Objekt:

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Dienstag, 20. Oktober 2015

Dresden mal anders schön

Nachdem die Gartenzeit nun definitiv vorbei ist und mein Warten auf einen sonnigen und warmen Herbst bisher bitter enttäuscht wurde, nutze ich die nun gewonnene Zeit, um von unserem Besuch in Dresden zu berichten. Dank eines Groupon-Gutscheins für das Hotel Heidenschanze waren wir das Wochenende um den 12. September dort.
Der letzte Dresden-Besuch liegt schon etwas zurück. Im Oktober 2011 wohnten wir in Moritzburg. Hier ein paar Eindrücke unseres damaligen Ausfluges:

Unten links: Kosel-Blick, Unten rechts Where the Hell is Matt war in Dresden und wir Teil des Flashmobs.
 
Dieses Mal wohnten wir in der Stadt. Das Hotel war einfach und erinnerte mich am Anfang an einen Konsumbau. Dabei mutete der Flachbau einfach sehr ostalgisch an. Den Abend hatten wir etwas Besonders geplant. Das Restaurant Schwerelos war eine Last-Minute-Empfehlung eines Kollegen. So spazierten wir in aller Ruhe die 5 Kilometer zum Hauptbahnhof, um dann Pünktlich um 20:00 Uhr an einem großen, runden Tisch Platz zu nehmen. Ich war zu Beginn etwas irritiert, dass wir mit anderen Gästen in mehr oder weniger lustiger Runde saßen und aufs Essen warteten. Entsprechend dem Namen kamen die Speisen und auch die Getränke quasi schwerelos auf Schienen zu uns an den Tisch. Ein Glück war das Schnitzel schon tot, denn ich glaube Schweine mögen keine Achterbahn. Ich hatte eine Backkartoffel. Die Quarkkeulchen waren eine Enttäuschung und wir ärgerten uns, dass wir unbedingt noch einen Nachtisch wollten. Insgesamt war das Essen aber ok. Es geht hier auch viel mehr um das Erlebnis als um gutes Essen.
Samstag hatten wir viel vor und daher gönnten wir uns eine Tageskarte für den ÖPNV. Die Zeitschrift Sehnsucht Deutschland hatte ein Dresden Spezial und daher zog es uns dieses Mal auf die andere Seite der Elbe. Hier gab es u.a. die Pfunds Molkerei, daneben einen echten Bürstenmacher und einen Senfladen zu entdecken.

 
Zudem habe ich gefühlt den ganzen Tranquillo leergekauft. Diesen Laden kannte ich vorher gar nicht, aber wer auf farbenfrohe Kleidung steht, sollte hier unbedingt mal reinschauen. Ansonsten bietet die Neustadt ein schönes, etwas alternatives Ambiente zum Einkaufen. Zumal es hier Läden fern ab der bekannten Ketten gibt.
Yednize, der jüdische Friedhof und ein Bad im Jugendstil rundeten das Sightseeing ab. Gestärkt haben wir uns zwischenzeitlich mit einem wirklich RIESIGEM Softeis im Cafe Neustadt.
Als die Sonne langsam anfing an Feierabend zu denken, entschieden wir uns für den Biergarten des Brauhauses am Waldschlösschen. Mit Blick auf die Elbe und auf die Altstadt, die sich langsam in ein Abendrot getaucht wurde, tranken wir ein hausgebrautes Bier und aßen eine noch warme Brezel mit Butter. Freunde, was soll ich sagen. Das war genau so schön und romantisch - fast etwas kitschig - wie ich es hier beschreibe. Die Bezel war die beste, die ich je gegessen habe.
Mir fällt auf, dass ich noch gar nichts zum Frühstück geschrieben habe. So überrascht wie ich von der Brezel war, so enttäuscht war ich von dem Frühstück: Es roch am Freitagabend im Restaurant nach Kuchen. So erlag ich der Annhme, dass es frischen Kuchen zum Frühstück gibt. Nein, sowohl Samstag als auch Sonntag gab es nichts gebackenes. Im Gegenteil, ein Gast fand wohl schimmliges Brot. Aber anstatt es der Angestellten zu sagen, murmelte sie es nur vor sich hin, regte sich bei ihrem Mann auf aber mehr nicht. Die Auswahl war überschaubar. Damit ist auch schon alles gesagt. :)


Sonntag zog es uns bei bestem Sonnenschein noch einmal in die Neustadt zu einem Eis und durch Zufall entdeckten wir dass die Martin-Luther-Kirche den Turm geöffnet und sogar ein Turmcafe direkt neben dem Uhrwerk eingerichtet hatte. Der Aufstieg war lang und der Weg eng. Aber der Ausblick entschädigte für die Anstrengungen.
Auf dem Weg herunter lud man uns gegen eine Spende ins Cafe ein. Dort gab es endlich den selbst gebackenen Kuchen. An der Stelle noch einmal ein goßes Kompliment an das Team.

Die Überreste des Gasometer haben wir auch noch mitgenommen.
Fazit:
Dresden ist eine wunderbare Stadt. Sie bietet sowohl den Trubel mit unzähigen Touris aber auch die urbane Abgeschiedenheit und die vielfältige natur und Ausflugsmöglichkeiten im nahen Umland. Ich würde jederzeit wieder in die Stadt fahren. Wie der Besuch jetzt zeigte, gibt es immer etwas zu entdecken auch wenn man Hilfsmittel wie Reisezeitungen zu hilfe ziehen muss. Ohne die wären wir nicht auf die Neustadt gekommen.
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